Typisch Frau? – Führung mit eigener Haltung

„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.“ — Astrid Lindgren

Führen kann man lernen. Aber nicht, indem man eine Liste von Eigenschaften abarbeitet und am Ende möglichst genau so führt, wie Führung eben sein soll.

Gerade für Frauen ist die Frage oft eine andere: Wie möchte ich führen – und was brauche ich dafür?

Denn Vorstellungen davon, wie eine Führungskraft sein sollte, gibt es viele. Durchsetzungsfähig, souverän, entscheidungsfreudig. Gleichzeitig empathisch, verbindlich und teamorientiert. Und für Frauen kommen häufig noch ein paar widersprüchliche Erwartungen dazu: Nicht zu weich, aber bitte auch nicht zu hart. Selbstbewusst, aber nicht arrogant. Klar, aber nicht unbequem.

Da kann es hilfreich sein, einmal einen Schritt zurückzutreten und genauer hinzuschauen: Was bringe ich bereits mit? Wo stehe ich mir vielleicht selbst im Weg? Was möchte ich entwickeln? Und was davon passt überhaupt zu mir?

Im Seminar geht es deshalb nicht darum, den einen richtigen Führungsstil zu finden. Sondern darum, die eigenen Möglichkeiten zu erkunden und daraus eine Führung zu entwickeln, die zu Ihnen passt.

Dabei schauen wir unter anderem auf:

  • die Fähigkeiten und Haltungen, die Führung im Alltag braucht,
  • Ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und Stärken,
  • Situationen, in denen Sie klarer, sicherer oder entschiedener handeln möchten,
  • und die Frage, wie Ihr eigener Führungsstil aussehen kann.

Sie nehmen keine Patentlösung mit nach Hause. Dafür hoffentlich ein klareres Bild davon, was Sie können, was Sie brauchen – und wie Sie führen möchten.

Darf ich vorstellen: Mein inneres Team

„Jede Stimme zählt.“ – Susanne Pfeifer-Voigt

Manchmal wissen wir ziemlich genau, was wir tun sollten – und trotzdem meldet sich gleichzeitig eine andere Stimme zu Wort.

Die eine möchte endlich Klartext reden.
Die andere findet das gerade ziemlich riskant.
Eine dritte mahnt zur Vorsicht.
Und irgendwo dazwischen sitzt vielleicht die, die einfach ihre Ruhe haben möchte.

Gerade in schwierigen oder konflikthaften Situationen kann es hilfreich sein, diese unterschiedlichen Stimmen einmal genauer anzuschauen. Nicht, um sie zum Schweigen zu bringen oder eine davon zur „richtigen“ zu erklären. Sondern um besser zu verstehen, was in uns eigentlich gerade los ist.

Das Modell vom inneren Team bietet dafür einen anschaulichen Zugang. Es hilft dabei, unterschiedliche innere Positionen wahrzunehmen, miteinander ins Gespräch zu bringen und herauszufinden, was in einer Situation wirklich wichtig ist.

Im Training geht es darum,

  • die eigenen inneren Stimmen und ihre Anliegen besser kennenzulernen,
  • widersprüchliche Impulse und Entscheidungen genauer zu verstehen,
  • in schwierigen Situationen mehr Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen,
  • und einen eigenen Umgang mit der inneren Vielfalt zu entwickeln.

Das lässt sich nicht nur für die persönliche Reflexion nutzen. Auch bei Fallbesprechungen kann der Blick auf unterschiedliche Perspektiven helfen, Situationen differenzierter zu betrachten und gemeinsam neue Sichtweisen zu entwickeln.

Selbstfürsorge

„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.“ — Elizabeth Barrett Browning

Für andere da zu sein, gehört für viele Menschen in sozialen und pädagogischen Berufen zum Alltag. Die eigenen Bedürfnisse kommen dabei schnell einmal nach hinten. Noch eine Aufgabe, noch ein Gespräch, noch schnell etwas fertig machen – und die Pause kann ja später kommen.

Nur: Woran merken wir eigentlich, dass es Zeit für eine Pause ist? Und was brauchen wir dann wirklich?

Selbstfürsorge bedeutet nicht, den Alltag mit möglichst vielen Entspannungsübungen zu optimieren. Es geht zunächst darum, sich selbst wieder besser wahrzunehmen: Was tut mir gut? Was kostet mich Kraft? Wo liegen meine Grenzen? Und woran merke ich, dass ich sie gerade überschreite?

Im Seminar beschäftigen wir uns damit,

  • wie der Körper auf Stress und Belastung reagiert,
  • welche persönlichen Signale auf Überforderung oder Erschöpfung hinweisen,
  • was uns hilft, rechtzeitig wahrzunehmen, was wir gerade brauchen,
  • und welche kleinen Möglichkeiten es gibt, im Alltag für Entlastung und Erholung zu sorgen.

Dabei geht es nicht um das perfekte Selbstfürsorgeprogramm. Eher um einen aufmerksamen Blick auf sich selbst – und um die Frage, was davon im eigenen Leben tatsächlich funktioniert.

Generationen im Kita-Team

„Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen leben zu müssen, die sie nicht geschaffen hat.“ — John F. Kennedy

Die eine kennt noch den Kita-Alltag ohne Smartphone. Die andere kann sich kaum vorstellen, wie man ohne es organisiert hat. Die eine bringt jahrzehntelange Erfahrung mit, die andere fragt sich vielleicht, warum man manches eigentlich immer noch so macht.

In Kita-Teams treffen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen, Prägungen und Vorstellungen aufeinander. Das kann bereichern – und manchmal auch ziemlich anstrengend sein.

Nicht jede unterschiedliche Sichtweise ist gleich ein Generationenkonflikt. Und nicht alles, was eine jüngere oder ältere Kollegin anders macht, hat mit ihrem Alter zu tun. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Wo liegen tatsächlich unterschiedliche Erwartungen? Was können wir voneinander lernen? Und wo müssen wir uns vielleicht einfach darauf einigen, dass wir die Dinge unterschiedlich sehen?

Im Seminar geht es darum,

  • Unterschiede in Erfahrungen, Erwartungen und Arbeitsweisen wahrzunehmen, ohne Menschen in Generationenschubladen zu stecken,
  • typische Missverständnisse im Miteinander genauer zu betrachten,
  • die eigenen Prägungen und Vorstellungen von guter Zusammenarbeit zu reflektieren,
  • und Wege zu finden, wie unterschiedliche Perspektiven im Team genutzt werden können.

Dabei geht es nicht darum, alle auf einen gemeinsamen „Generationen-Kurs“ zu bringen. Gute Zusammenarbeit darf auch dann funktionieren, wenn nicht alle gleich denken, arbeiten oder die gleichen Dinge für selbstverständlich halten.

Schwierige Gespräche mit Eltern

„Inmitten von Schwierigkeiten liegen günstige Gelegenheiten.“ – Albert Einstein

Elterngespräche sind Teil des pädagogischen Alltags. Manche laufen leicht. Bei anderen merkt man schon vor dem Gespräch, dass es vermutlich nicht ganz einfach wird.

Vielleicht gibt es unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein Kind braucht. Vielleicht sind Eltern verärgert oder enttäuscht. Vielleicht müssen Sie etwas ansprechen, das unangenehm ist. Und manchmal reicht schon ein Satz, damit sich die Stimmung verändert.

Wie kann es gelingen, auch dann im Gespräch zu bleiben?

In diesem Training geht es nicht um den einen richtigen Gesprächsleitfaden. Wir schauen vielmehr darauf, was schwierige Gespräche anspruchsvoll macht und was Sie selbst dazu beitragen können, dass sie nicht aus dem Ruder laufen.

Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit der Frage,

  • wie Sie ein schwieriges Gespräch sinnvoll vorbereiten können,
  • wie Sie die eigene Haltung und die der Gesprächspartner im Blick behalten,
  • wie Sie klar ansprechen können, was angesprochen werden muss, ohne unnötig zu verschärfen,
  • wie Sie mit starken Emotionen und unterschiedlichen Sichtweisen umgehen,
  • und was Ihnen hilft, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn das Gespräch anders verläuft als geplant.

Anhand konkreter Fallbeispiele können Sie eigene Situationen einbringen, verschiedene Gesprächsverläufe ausprobieren und herausfinden, was für Sie in solchen Situationen hilfreich ist.

Denn ein gutes Gespräch bedeutet nicht unbedingt, dass am Ende alle einer Meinung sind. Manchmal ist schon viel gewonnen, wenn beide Seiten wieder miteinander sprechen können.

Interkulturelle Kommunikation in der Kita – Wenn Selbstverständlichkeiten aufeinandertreffen

„Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ – Afrikanisches Sprichwort

Entwicklungsgespräche mit Eltern können schon unter vermeintlich gleichen Voraussetzungen anspruchsvoll sein. Wenn unterschiedliche kulturelle Erfahrungen, Vorstellungen von Erziehung und Erwartungen an Kita und Elternhaus zusammentreffen, kommen weitere Fragen hinzu.

Was für die eine Seite selbstverständlich ist, kann für die andere ungewohnt oder sogar irritierend sein. Und manchmal merken wir erst im Kontakt mit anderen, wie sehr unsere eigene Sichtweise von dem geprägt ist, was wir gelernt und erlebt haben.

Im Seminar geht es deshalb nicht darum, andere Kulturen möglichst schnell zu verstehen oder einen Katalog kultureller Unterschiede auswendig zu lernen. Viel interessanter ist die Frage: Was bringen wir selbst eigentlich mit – und was passiert, wenn unsere Selbstverständlichkeiten nicht geteilt werden?

Wir beschäftigen uns damit,

  • die eigene kulturelle und persönliche Prägung bewusster wahrzunehmen,
  • Unterschiede in Erwartungen und Vorstellungen von Erziehung genauer zu betrachten,
  • Irritationen und Missverständnisse in Entwicklungsgesprächen besser einzuordnen,
  • neugierig zu bleiben, ohne vorschnell zu interpretieren,
  • und auch dann miteinander im Gespräch zu bleiben, wenn unterschiedliche Vorstellungen aufeinandertreffen.

Dabei geht es nicht darum, die eigene Haltung aufzugeben. Offenheit bedeutet schließlich nicht, alles gut finden zu müssen. Sie schafft vielmehr Raum dafür, genauer hinzuschauen, nachzufragen und gemeinsam herauszufinden, was ein Kind gerade braucht.

Partizipation in der Kita

„Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“ Immanuel Kant

Welches Bild haben Sie von einem Kind?

Vielleicht ein kleines, neugieriges, eigenwilliges Wesen. Vielleicht jemand, der Schutz und Orientierung braucht. Vielleicht jemand, der schon erstaunlich genau weiß, was er möchte. Wahrscheinlich von allem etwas.

Unser Bild vom Kind beeinflusst, was wir ihm zutrauen, wo wir für es entscheiden und wo wir es selbst entscheiden lassen. Damit beginnt Partizipation lange bevor die erste Kinderkonferenz stattfindet.

Kinder sollen mitentscheiden. Aber worüber eigentlich? Wie viel Entscheidung ist im Kita-Alltag möglich? Und wo ist eine Entscheidung von Erwachsenen notwendig?

Partizipation bedeutet nicht, dass Erwachsene nichts mehr entscheiden. Sie bedeutet, genauer hinzuschauen, wo Kinder Einfluss nehmen können und wo Erwachsene Verantwortung übernehmen müssen.

Im Seminar beschäftigen wir uns mit Fragen wie:

  • Welches Bild habe ich von einem Kind – und wie zeigt sich dieses Bild in meinem pädagogischen Handeln?
  • Wo findet in meiner Kita bereits echte Beteiligung statt?
  • Welche Entscheidungen können Kinder selbst treffen, bei welchen können sie mitreden?
  • Wo liegen sinnvolle und notwendige Grenzen?
  • Welche Rolle haben pädagogische Fachkräfte zwischen Verantwortung, Führung und Beteiligung?

Wir schauen auf konkrete Situationen aus dem Kita-Alltag, hinterfragen Gewohntes und überlegen gemeinsam, was sich verändern lässt.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Verantwortung an Kinder abzugeben. Sondern darum, bewusster zu entscheiden, wann Erwachsene entscheiden müssen, wann Kinder entscheiden können und wo Entscheidungen gemeinsam getroffen werden können.

Resiliente Schule – Stärke durch Haltung

„Siebenmal hinfallen, achtmal aufstehen.“ – Japanisches Sprichwort

Schule kann nicht verhindern, dass Kinder und Jugendliche scheitern, enttäuscht werden, sich Sorgen machen oder schwierige Zeiten erleben. Sie kann aber beeinflussen, wie sie mit solchen Erfahrungen umgehen können – und welche Erfahrungen sie dabei machen.

Welche Rolle spielen dabei Lehrkräfte? Was brauchen Kinder, um sich selbst etwas zuzutrauen? Wie viel Ermutigung hilft – und wann wird aus Unterstützung zu viel Hilfe? Und wie können Lehrkräfte Halt geben, ohne den Kindern jede Schwierigkeit aus dem Weg zu räumen?

Wir betrachten Resilienz weniger als Eigenschaft, die man Kindern „beibringen“ kann, sondern als etwas, das sich in Beziehungen, Erfahrungen und im Umgang mit Herausforderungen entwickeln kann.

Wir schauen unter anderem auf

  • Selbstwirksamkeit: Wie erleben Kinder, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied machen kann?
  • Sprache und Rückmeldung: Was stärkt Kinder – und was nimmt ihnen vielleicht ungewollt etwas ab?
  • den Umgang mit Fehlern, Frustration und schwierigen Situationen,
  • die Rolle von Lehrkräften als Gegenüber und Vorbild,
  • und die Frage, welche Haltung im Schulalltag hilfreich sein kann.

Dabei geht es nicht um ein Programm für resiliente Kinder. Sondern um einen genaueren Blick darauf, was Schule beitragen kann – und was nicht in unserer Hand liegt.

Denn manchmal ist eine gute Antwort auf eine schwierige Situation nicht: „Du schaffst das schon.“
Manchmal ist sie:
„Ich sehe, dass das gerade schwierig ist. Lass uns schauen, was du brauchst.“

Wie Erziehung zur Demokratie gelingt

Wertschätzung leben – Verantwortung teilen – Kinder beteiligen

„Demokraten fallen nicht vom Himmel.“ — Theodor Eschenburg

Demokratie lässt sich erklären. Man kann aber auch erleben, wie sie funktioniert.

Kinder erfahren Demokratie nicht erst dann, wenn im Unterricht über Wahlen, Grundrechte oder politische Beteiligung gesprochen wird. Sie erleben sie im Alltag: Wird ihre Meinung gehört? Können sie tatsächlich etwas mitentscheiden? Was passiert, wenn jemand eine andere Meinung hat? Und wie gehen Erwachsene damit um, wenn Kinder widersprechen?

Demokratische Bildung beginnt deshalb nicht nur bei dem, was wir Kindern vermitteln, sondern auch bei der Frage, wie wir ihnen begegnen.

Im Seminar schauen wir auf die Bedingungen, unter denen Kinder erleben können, dass ihre Stimme zählt und dass Freiheit und Verantwortung zusammengehören.

Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit:

  • Wertschätzung und Respekt im pädagogischen Alltag,
  • Beteiligung und echten Möglichkeiten zur Mitbestimmung,
  • dem Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Konflikten,
  • Verantwortung und der Frage, was Kinder bereits selbst übernehmen können,
  • der Glaubwürdigkeit von Erwachsenen: Was leben wir vor, wenn wir von Kindern etwas erwarten?
  • und der eigenen Haltung gegenüber Kindern und ihren Möglichkeiten.

Anhand konkreter Situationen aus dem Schulalltag betrachten wir, wo demokratische Erfahrungen bereits stattfinden, wo es vielleicht nur nach Beteiligung aussieht – und wo mehr möglich wäre.

Dabei geht es nicht darum, die perfekte demokratische Schule zu bauen. Sondern darum, den eigenen Alltag genauer anzuschauen: Wo gebe ich Verantwortung ab? Wo halte ich sie zurück? Und was lernen Kinder daraus über Demokratie?